Welche Steuern fallen beim Immobilienverkauf an?

Immobilienverkauf und Steuern: Das muss man aus der Sicht von einem Immobilienverkäufer wissen

Möchte man eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück verkaufen, so stellt sich im Zusammenhang mit einem solchen Immobilienverkauf immer auch die Frage nach den Steuern. Fallen für einen solchen Verkauf Steuern an und wie hoch sind diese? Wer hier an dieser Stelle eine einfache Antwort erwartet, der wird enttäuscht sein. Die Frage der Besteuerung bei einem Immobilienverkauf lässt sich nämlich nicht pauschal beantworten, vielmehr kommt es hier auf den konkreten Einzelfall an.

Diese Steuern können anfallen

Der Verkauf einer Immobilien kann mit Steuern belegt, aber auch frei von der Besteuerung sein. Maßgeblich ob bei einem Immobilienverkauf Steuern anfallen, ist im wesentlichen wie lange man schon im Besitz der Immobilie ist. Besitzt man die Immobilie zum Beispiel seit 5 oder 8 Jahren und verkauft diese, so wird man hier mit einer Besteuerung rechnen müssen. In einem solchen Fall wird vom Finanzamt die Spekulationssteuer fällig. Anders kann es schon wieder aussehen, wenn man die Immobilie schon länger als zehn Jahre besitzt. Die Steuer kann hierbei bis zu 45 Prozent ausmachen. Wobei es keine Regel ohne Ausnahme gibt. Die Einhaltung der Frist von zehn Jahren gilt für Immobilien, die man zum Beispiel nicht selber bewohnt. Gänzlich anders sieht es aus, wenn man die Immobilie selber bewohnt. In einem solchen Fall, kann man die Immobilie auch vorher ohne die Einhaltung vom Zeitraum von zehn Jahren verkaufen. Und hierbei fällt dann auch keine Steuer beim Verkauf der Immobilie an.

Wenn der Immobilienverkauf gewerblich wird

Neben diesen Regelungen beim Immobilienverkauf, spielt auch noch eine Rolle die Häufigkeit. So darf man zum Beispiel nur drei Immobilien innerhalb von fünf Jahren verkaufen. Verkauft man mehr Immobilien, so unterliegt auch das Steuern. In einem solchen Fall fällt aber keine Spekulationssteuer an. Vielmehr gehen die Finanzbehörden in einem solchen Fall von einem gewerblichen Grundstücks- bzw. Immobilienhandel aus. Und die Einnahmen aus dem Immobilienverkauf unterliegen dann der Gewerbebesteuerung. Sollte das der Fall sein, so muss man hierzu noch wissen, dass es bei der Gewerbebesteuerung einen Freibetrag von 24500 Euro pro Jahr gibt. Erst mit Überschreiten von diesem Freibetrag, erfolgt die eigentliche Besteuerung. Natürlich kann man diese Regelung der „Drei-Objekt-Grenze“ in fünf Jahren einfach umgehen, in dem man die Immobilienverkäufe zeitlich entsprechend legt. So kann man diese Steuern sich sparen. Schließlich hat man mit der Einstufung als gewerblicher Handel, nicht nur die Problematik der Besteuerung. Vielmehr müsste man sich in einem solchen Fall auch um eine Gewerbeerlaubnis bemühen und müsste Mitgliedsbeiträge bei der Industrie- und Handelskammer errichten, als Gewerbetreibender.

Haftung für Steuern

Neben den Steuern mit denen man als Verkäufer bei einem Immobilienverkauf rechnen muss, gibt es leider noch die Option der Haftung. So kann man hier bei einem Immobilienverkauf als Verkäufer auch in Haftung genommen werden. Diese Haftung gilt hinsichtlich der Grunderwerbssteuer. Die Grunderwerbssteuer obliegt eigentlich einem Käufer einer Immobilie, doch kommt der Käufer dieser Pflicht nicht nach, so wird der Immobilienverkäufer von den Finanzbehörden in die Haftung genommen. Als Immobilienverkäufer kann man dieser Haftung in einem solchen Fall nur dann entgehen, wenn man seinen Rücktritt vom Kaufvertrag erklärt. Das bedeutet, man muss den Kaufvertrag zur Immobilie vollständig rückabwickeln, nur dann kann man der Haftung entgehen. Weitere Informationen rund um Steuern und Immobilienverkauf kann man auch unter https://dreizler-immobilien.de/news/ erfahren.

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