Scheidung und die Immobilie

Liegt kein Ehevertrag vor, wird die Ehe und die eingetragene Lebenspartnerschaft rechtlich als Zugewinngemeinschaft betrachtet.

Das hat zur Konsequenz, dass einem der Partner bei einer Trennung eventuell ein Ausgleich zusteht.
Der Zugewinn errechnet sich aus der Differenz zwischen Endvermögen und Anfangsvermögen der Ehepartner.

Den Überschuss bildet die Differenz zwischen den jeweiligen Zugewinnen. Um schlussendlich den Zugewinnausgleich zu berechnen, gilt es den Überschuss durch 2 zu teilen. Haben Sie mehr Vermögen während der Zeit der Ehe mit eingebracht als Ihr/e  Partner/in, steht diesem/r ein anteiliger Ausgleich zu. Umgekehrt steht Ihnen ein Ausgleich zu, wenn Sie weniger Vermögen im Verlauf der Ehe erwirtschaftet haben als Ihr/e Partner/in.

 

Scheidung und die Immobilie

 

Hat nun einer der Partner während der Ehe eine Immobilie erworben und ist als alleinige/r Eigentümer/in im Grundbuch eingetragen, gilt der Wert der Immobilie ebenfalls als Zugewinn.

Befand sich die Immobilie bereits zu Beginn der Ehe im Besitz einer der Partner, zählt diese nur dann zum Zugewinn, wenn sie während der Ehe ausgebaut und/oder modernisiert wurde. Auch wenn einer der Partner der/die alleinige Eigentümer/in der Immobilie ist, muss diese/r seinem/r Partner/in eine Karenzzeit für den Auszug gewähren.

Diese gilt, wenn es nicht möglich ist, kurzfristig eine adäquate und zugleich bezahlbare Wohnung zu finden.
Unter bestimmten Umständen entscheidet ein Gericht, dass einer der Partner mit den gemeinsamen Kindern übergangsweise in der Immobilie wohnen bleiben kann, auch wenn er/sie nicht der/die Eigentümer/in ist.
Außerdem kann der alleinige Eigentümer/in bis zur Scheidung nicht allein über den Verkauf der Immobilie bestimmen.

 

Hier mehr zum Thema erfahren Immobilie in der Scheidung

 

Ihr Immobilienmakler aus Friedrichshafen

AMR IMMOBILIEN

 

Autor:
Inhaber Alexander Richter

Compare listings

Vergleichen